Dezember 16, 2011 Vision einer Welt
Vorwort
Vision einer Welt ist die Beschreibung einer menschlichen Gesellschaft, die sich selbst und ihren Platz in der Natur wiedergefunden hat. Eine Welt im Einklang mit der Natur, fern von unseren heutigen Problemen, so weit entfernt und doch so nah – eine strategische Vision von neuen Energien, Expansion und Verbundenheit mit der Natur. Eine Welt die jenseits der Polare die Mitte gefunden hat und so den wahrhaftigen Zweck des Menschen in der Natur – die neue Herausforderung annehmen kann. Die Ausbreitung des Lebens im Universum durch den Menschen, die kosmische Biene. Ich glaube der Mensch so wie er heute lebt kann nur überleben wenn er sich zu einer solchen Mission oder Berufung mit voller Leidenschaft hingibt. Es geht darum ein gemeinsames Ziel für die Menschheit insgesamt zu entwerfen, mit dem sie sich als Ganzheit identifizieren kann. Hierbei handelt es sich um den schwierigsten der Wege. Einen kreativen und schöpferischen Weg – ein Weg des Friedens. Andere Wege jenseit der Einheit, verhaftet in der Polarisation, werden unweigerlich in großen Kriegen münden. Eine Gefahr von Außen – z.B. Meteorit könnte die Menschen ebenfalls zusammenschweißen, eine Expansion eines Nationalstaats oder einer Organisation auf der Erde würde Gewalt beschwören. Da aber des Menschen Instinkt die Expansion und Neugier ist, sollte ein Weg gefunden werden diesen natürlichen Instinkt des Menschen zu befriedigen und als Ganzes diese enorme gemeinsame Herausforderung anzunehmen. Diese Form der gemeinsamen Expansion, zur Forschung, Rohstoffgewinnung und Weiterentwicklung des Menschen in den Weltraum, damit einhergehende die Befruchtung anderer Planeten mit dem Leben, ist die große neue Herausforderung, der wir uns heute stellen können.
Eine kleine Analogie zur Luft- und Raumfahrttechnik
So sei in einer kurzen Analogie erklärt was Luft- und Weltraumtechnologie im größeren Rahmen der Natur tatsächlich ist. Nehmen wir die Spermazelle und eine Rakete, stellen diese in einen direkten Vergleich zueinander. So ist die Rakete doch nichts anderes als die Spermazelle, eben ein Träger (Materie) von Informationen (Bewusstsein) und Energie, die wenn sie den Ort ihrer Bestimmung (einen anderen Planeten) erreicht hat, sich entfaltet. Enfaltet, wie auch die DNS der Spermazellen die Eizelle befruchtet und das Leben vorantreibt. Ein Generationenraumschiff mit dem Ziel der Besiedlung anderer Planeten entfaltet sich in voller Wucht indem es den Planeten mit der Tier- und Pflanzenwelt, dem Leben, befruchtet. Die Luft- und Raumfahrttechnik ist nichts weiter als eine Stufe der natürlichen Evolution und Erweiterung der natürlichen Mittel zur Verbreitung des Lebens, wie es Pusteblumensamen, Bienen usw. auch tun. Es handelt sich um einen interstellaren Samenträger zur Befruchtung der Planeten.
struktrelle Vorraussetzungen
Um diese Herausforderung annehmen zu können muss sich der Mensch auf der Erde neu organisieren. Diese Neuorganisation sollte als Weiterentwicklung der bestehenden Systeme stattfinden.
Nehmen wir die zwei großen Denklinien politischer Strukturen der vergangenen Jahrhunderte kommen wir auf das Individuum oder das Kollektiv nach dem sich die Staaten und Wirtschaftssysteme ausgerichtet haben. Doch schon John Nashs Spieletheorie hat die Notwendigkeit beider Entitäten beschrieben und bereits zusammengeführt. So ist es “das freie Individuum im Kollektiv” auf dem aufbauend wir ein zukünftiges Wirtschafts- und Staatensystem aufbauen sollte. Wie so oft ist weder das Eine noch das Andere, sondern eben die Mischform oder die Zusammenführung der beiden Elemente. Das Kollektiv braucht das freie Individuum um maximalen Nutzen daraus zu ziehen und das freie Individuum braucht das Kollektiv um maximale Förderung erzielen zu können. Dem freien Individuum müssen alle Möglichkeiten moderner Demokratien offenstehen und das Kollektiv ist abstrakt gesehen etwas dass sich über den höheren Auftrag (gemeinsame Besiedlung des Weltraums) sowieso ausformt und definiert. Das Kollektiv entsteht automatisch, auch wenn wir dies nicht so gerne hören in westlichen Demokratien. Wichtig ist eben nur die Prozesse dahinter zu erkennen, zu realisieren und auch zu akzeptieren und zu respektieren. Der Mensch passt sich den Bedingungen des erkannten Kollektivs an und nutzt dessen Möglichkeiten, dies ist ein Werdungsprozess abhängig vom Erkenntnisgrad. Familie, Verein, Stadt, Region, Land, Kontinent, Erde, Sonnensystem, Natur.
Der Umbau oder Weiterentwicklung heutiger Strukturen wäre im Prozess verantworlich durch die UNO zu übernehmen, da nur diese Institution über die Mittel verfügt unabhängig die erforderlichen Denker, Diplomaten und handelnden Personen zusammenzuführen um diesen Prozess einzuleiten.
Zukünftig aufbauendes Wirtschaftssystem sollte die soziale Marktwirtschaft sein mit den Möglichkeiten diese mittels eines Schwurs in den Führungskräften des Finanz- und Wirtschaftssystem zu verankern. Nur sehr alte Werte wie Ehre, Respekt, Wahrhaftigkeit und Weisheit vermögen es diese enorme wirtschaftliche Leistung zu vollbringen. Doch darf dies im Kern keine Planwirtschaft sein sondern muss sich auf der Eigenverantwortung und Verantwortung für das Gesamtsystem definieren. Auf der anderen sozialen Seite muss den Menschen ein würdiger Ausgleich für seine Arbeitsleistung vergütet werden mit dem Ziel die Wohlfahrt der Menschen insgesamt zu verbesssern.
In einem vermutlich förderalistisch organisiertem System der Wirtschaft mit dem übergeordneten Ziel der Besiedlung fremder Planeten sollte man die globalisierte Welt nach dem Motto “think global act local” tatsächlich umbauen. Mal angenommen die Länder würden sich auf eine solche Unternehmung einlassen wäre es sinnvoll die Stärken und Schwächen der einzelnen Länder zu definieren und darauf aufbauend bestimmten Bereichen auch Haupttätigkeitsfelder zuzordnen. So hat jedes Land oder Kontinent sein besonderes Talent oder natürliche Gegebenheiten, die im übergeordneten Zusammenhang bestmöglich genutzt werden sollten. Doch darf dies eben nicht zur Ausbeutung der lokalen Bevölkerung führen sondern sollte dann der Bevölkerung als Arbeitsplatz und würdigem Einkommen, zur Wohlfahrt der Region dienen. Ohne Anspruch auf Vollzähligkeit würde ich folgende gleichwertige Haupttätigkeitsfelder definieren: Ernährung, Energie, Grundlagenforschung, Hochtechnologie und Produktion.
Neben den Haupttätigkeitsfeldern gibt es natürlich weiterhin den Bereich der nennen wir es Normalwirtschaft, der ebenfalls nach dem Modell der sozialen Marktwirtschaft und dem Leitsatz “think global act local” zu Wohlfahrt der Menschen in den Regionen ausgebaut werden sollte.
Grundlage dieses Wirtschaftssystems wäre das übergeordnete Ziel der Expansion in den Weltraum und die Finanzierung der Regionen durch die Zuordnung von Haupttätigkeitsfeldern zur Sicherstellung einer guten Versorgung aller Menschen und maximaler Handlungsfähigkeit zugunsten des Ziels.
demographischer Faktor und die Notwendigkeit nach Außen zu gehen
Die Entwicklung der Bevölkerungszahl auf der Erde ist so bedenklich, dass in Zukunft auf der Erde einfach nicht mehr genügend Platz sein wird um alle Menschen zu fassen. Daher ist das nach Außen drängen noch nicht einmal mehr eine Frage der Neugier allein sondern viel mehr eine sich immer mehr ausformende Notwendigkeit. Ressourcenknappheit, Klimawandel und demographische Entwicklung sind die treibende Kraft für die neue Herausforderung. Es ist beileibe kein romatisches Projekt sondern schlichtweg letztes Mittel zur Abwehr von dauerhaften Schäden an Mensch und Erde. Daher ist dies sogar als eine Art Exodus zu bezeichnen. Für einen solchen Exodus bedarf es eines völlig neuen Geistes in den Menschen. Pioniergeist und Visionäre sind gefragt die Menschen in großen Zahlen zu motivieren sich auf eine interstellare Unternehmung diesen Formats zu wagen.
neue Energien und Hochtechnologien
Einhergehend mit der Erkenntnis hin zur Annahme der neuen Herausforderung wird der Mensch einen Paradigmenwechsel erfahren. Dieser Paradigmenwechsel wird neue Energien und völlig neue Formen von Technologien ermöglichen. Der Mensch wird die Unendlichkeit als wahre Naturkonstante erkennen und damit vom Paradigma des Lichts, der Limitierung und des Scheins befreit sein. Wir werden erkennen das Materie, Energie und Bewusstsein in der Unendlichkeit nicht beschränkt sind. Erst in dieser Erkenntnis liegt der Fortschrit und Hinwendung zu Möglichkeiten, die wir auch wenn wir uns als so aufgeklärt sehen, noch als magisch bezeichnen würden. Unendlichkeit in der Materie bedeutet ein erkanntes Teil wird aus einem kleineren Teil bestehen. Für die Energie bedeutet sie mit jedem erkannten kleineren Teil wird sich auch eine neue Energieebene erschließen, die im Nutzungsgrad jeweils um ein Vielfaches höher sein wird. Das Bewusstsein in der Unendlichkeit bedeutet keine Einschränkung der Intelligenz noch der Auffassungsgabe des Menschen oder des Systems. Vielmehr werden wir Menschen lernen natürliche Kommunikationsverfahren anzuwenden und im System zu lesen. Die Synchronisierung von Natur, Mensch und Maschine mittels einer wiedergefundenen Sprache der Natur [Sourcecode] wird Hochtechnologien und neue Energieformen ermöglichen. Wie schon zuvor gesagt wird der Mensch die Mittel und Möglichkeiten des erkannten Kollektivs nutzen. Ist das erkannte Kollektiv demensprechend die Natur, also die Gesamtheit aller Dinge, wird er Zugang zu dessen Mitteln erhalten.
Nutzung von militärischen Strukturen
Militärische Strukturen werden auch zukünftig von hoher Bedeutung sein, da sie über die erforderlichen Mittel und Fähigkeiten auch zur Mobilisierung verfügen. Doch werden diese Strukturen sich immer mehr in Richtung von Forschungs- und Weltraumkräften hin transformieren. Natürlich wird es sich über lange Zeiträume hinweg noch über Waffenprogramme und Waffenforschung definieren. Doch Institutionen wie die DARPA oder zukünftig auch chinesische und russische Forschungsinstrumente gleicher Natur werden helfen Waffentechnologien in zivile insbesondere auch Weltraumtechnologien zu projizieren. In einem späten Stadium werden die militärischen Stukturen dann einen reinen Forschungscharakter haben, der sie letztendlich zu Weltraumkräften macht. Natürlich wird weiterhin an Waffen geforscht werden, dies aber primär zum Selbschutz in den Weiten des Weltalls und unter fremden Bedingungen. Vergleichbar mit Nobels Motivation der Erfindung des Nitro-Glyzerins. Daher werden die heutigen Streitkräfte und Verteidigungsbündnisse in der neuen Herausforderung von sehr hoher Bedeutung sein für das Gelingen der Unternehmung.
Selbstverständnis der antiken Kulturen
Alle Hochkulturen vergangener Zeiten haben sich darüber definiert die Rätsel der Sterne und des Universums zu lösen, sie haben enorm viel wissenschaftliche Arbeit zur Erforschung der Planetenläufe und Erstellung von Kalendern aufgebracht. Dies hatte einen philosophischen und quasi-religiösen Charakter. So waren sich alle Hochkulturen sicher, das die Zukunft der Menschen quasi in den Sternen liegt. Dies hatte Auswirkungen auf die Bestellung der Felder und führte zu Astrologie und Astronomie. Die Sterne hatten seit je her höchsten Einfluss auf der Menschen Alltag und Zukunft. Die Kulturen waren meist dann vom Verfall bedroht wenn sie sich über die Natur der Dinge hinweg gesetzt haben und sich dekadent aus der Natur herausgenommen hatten. Solange die Menschen sich als Teil der Natur begriffen, dies auch in Demut gelebt haben, meist über eine Gottesmethapher, Gottesbezug oder Naturreligion war ihnen ein goldenes Zeitalter vergönnt. Mit der Dekandenz, sich selbst über die Natur zu stellen, sich die Natur Untertan zu machen wurde meist der Untergang der jeweiligen Hochkultur eingeleitet. Vergleichbar ist dies heute mit dem Irrglauben, dass wir Menschen in der Lage wären durch Technologie die Natur zu beherrschen. Diese Dekandenz unserer prophitorientierten Wissenschaft und der götzenhaften Hinwendung der Menschen zu technologischen Erleichterungen, damit einhergehend die neue Form sich über die Natur zu stellen, ist Auslöser des Untergangs unserer modernen Hochkulturen. Ich möchte dies gar nicht verteufeln, da ich mir bewusst darüber bin, dass es sich dabei um einen evolutionären Prozess handelt, der im natürlichen Sinne zu einem gewissen Zeitpunkt positiv umschlagen wird. Daher ist dies auch ein notwendiger Prozess.
Selbstverständnis des zukünftigen Menschen
Ein neues goldenes Zeitalter – das Zeitalter der Weisheit- wird der Mensch erleben wenn er sich selbst wieder als integralen Bestandteil der Natur erkennt und technologische Evolution als Teil der natürlichen Evolution begreift. Der zukünftige Mensch, welcher sich der neuen Herausforderung stellt, wird in dem Selbverständnis leben, Teil der Natur als Ganzes zu sein und dieser zu dienen. So wird dieses neue Selbstbild des Menschen einen tiefen naturphilosophischen Charakter haben, welcher aber auch durch wissenschaftliche Verifizierung Bestätigung erfährt. So wird der Mensch in Zukunft sich in seinen Organisationsformen, realistisch betrachtet, Ameisenstaaten oder Bienenstaaten annähern. Dies ist aber kein Grund zur Sorge innhalb von westlichen Demokratien, da auch in solchen Strukturen zutiefst demokratische Mechanismen wirken. Bei einem Ameisenstaat handelt es sich weder um eine Monarchie, noch um Kommunismus. Sondern wie bereits gesagt ist es auf den Mensch hochprojiziert “das freie Individuum im Kollektiv”. So wird dieses Selbsverständnis in Zukunft den Mensch beflügeln und motivieren, denn dieses neue Selbstverständnis wird den Sinn der Menschheit und des einzelnen Menschen innerhalb der Natur, des Systems begreifbar machen. Die tatsächliche Sinnfrage wird dem zukünftigen Menschen Allgemeinbildung sein.
Tags:Philosophy, society, utopia
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