das wilde Kind

das Kind schreitet von Tag zu Tag

zu neuen unereichbaren Ufern

es macht das Unmögliche Möglich

in seiner unschuldigen Neugier

unbändig in seiner Wildheit

begreift es die Natur so wie sie ist

das wilde Kind ist uns verloren gegangen

das wilde Kind

du schöne Natur bist uns fremd geworden

so wie sich die Natur im Kinde spiegelt

spiegelt sich im Kinde die Natur

rein und unverfälscht ist es

das wilde Kind

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das menschliche Dilemma

das Dilemma des Menschen

ist seine Angst vor dem Ursprünglichen

vor der Wildheit der Natur

so baut er sich eine Zivilisation

in der er sich aus der Natur herausnimmt

aus der Gleichung streicht

aus Angst

denn der Mensch fühlt, dass ihm um 

zur Natur zu werden

das Wilde anzunehmen

die Nacht der schwarzen Seele erwartet

dahinter aber steht die letzte Erkenntnis

der Mensch hat sich aus Feigheit vor der Natur

seine eigene Natur geschaffen

das Wilde ist das Milde, voller Güte

erscheint es brutal und zerstörerisch

so ist es am ende richtig verstanden

der unbändigen kindlichen Neugier geschuldet

das einzige zu sein in dem sich Weisheit

in gebotenem Maße ausdrücken kann

das Dilemma des Menschen ist die

die Angst vor seiner Natur